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POMERANZ COLLECTION

MARTIN KIPPENBERGER

Onkel Bonbon
1983
Öl, Emaille, Metallspray und Glitter auf Leinwand
120 x 100 cm
Inv. Nr. 50

Geboren 1953 in Dortmund, Deutschland Verstorben 1997 in Wien, Österreich Martin Kippenberger, deutscher Maler, Bildhauer, Performer, Fotograf und Produzent zahlreicher Künstlerbücher, gilt als einer der originellsten, respektlosesten und produktivsten Persönlichkeiten des späten 20. Jahrhunderts sowie als Anführer einer Gruppe von „bad boys“ um die deutschen Maler Markus und Albert Oehlen, Georg Herold und Günter Förg. Sein Schaffen war impulsiv, und diese Verve behielt er während seiner gesamten Karriere bei. Jede seiner künstlerischen Gesten war ein Angriff auf die Konventionen und den Mythos des Künstlers, jedoch spielte er durchaus mit der Vorstellung vom gequälten, dekadenten Individuum. Meisterwerke der Kunstgeschichte beeinflussten sein Werk ebenso wie Elemente aus Trivial- und Subkultur. Kippenberger setzte sich mit radikal verschiedenen Richtungen der Malerei auseinander – von Fotorealismus bis Neo-Expressionismus –, aber auch mit Ansätzen aus Graffiti-Kunst und der klassischen Avantgarde. Seit seinem früher Tod ist die Wertschätzung für sein Werk enorm gestiegen. Das Gemälde Onkel Bonbon, das ein riesiges leuchtendes Bonbon vor einer Spielplatzszenerie zeigt, verweist auf den Alptraum Kindesmissbrauch, dessen machiavellistische Perversion sich im drohenden Schatten der Süßigkeit verrät.