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POMERANZ COLLECTION

FRED SANDBACK

Entwurf für eine Komposition im Vertikalen
1989
Farbkreide auf Papier
43,5 cm x 55,5 cm
1204
Inv. Nr. 31

Geboren 1943 in Bronxville, New York, USA
Verstorben 2003 in New York City, New York, USA

Fred Sandback studierte in den Sechzigerjahren zunächst Philosophie an der Yale University, wechselte dann aber auf die Yale School of Art and Architecture, wo er Bildhauerei studierte. Dort begegnete er auch Donald Judd und Robert Morris. Im Jahr 1981 wurde in Winchendon, Massachusetts, auf Initiative der Dia Art Foundation das Fred Sandback Museum gegründet, das 1996 seine Pforten schloss. Seit Ende der Sechzigerjahre hatte Fred Sandback Skulpturen ohne ein Inneres geschaffen, von denen er selbst sagte: „Ich konnte einen bestimmten Raum oder Körper in seiner ganzen Stofflichkeit faßlich machen, ohne ihn einzunehmen oder zu verdecken.“ Seine Skulpturen bestehen aus farbigen elastischen Schnüren, Metalldrähten und – bei seinen späteren Werken – aus Acryl-Garnen, die zwischen Wände, Decken und Boden gespannt werden und die Umrisse geometrischer Figuren in den Raum stellen. Die Schatten der Schnüre tragen ihrerseits zur Genese einer virtuellen geometrischen Figur bei. Da sich Sandbacks Werk aus der phänomenologischen Erfahrung von Raum speist, kann es kein physisches Volumen umschließen und verweigert sich damit auch einem der Grundpfeiler einer traditionellen Vorstellung von Skulptur. Der Künstler beschäftigt sich vielmehr mit dem Begriff des in situ, der bei ihm auf ganz bestimmte Weise definiert wird: Jedes Werk wird durch seinen Ausstellungskontext bestimmt und durch deren architektonische Begebenheiten begrenzt, jedoch leitet es sich niemals unmittelbar daraus her. Werk und Ort bestehen nebeneinander. Sandbacks Zeichnungen dienen dabei als Entwürfe für die „Linien“, die im Anschluss an ihrem jeweiligen Ort präsentiert werden.